Schwelm feiert, Bürgerverein informiert
Beim Nachbarschaftsfest an der Oehde und beim Kirchstraßenfest haben wir viele Gespräche geführt, Flyer verteilt – und neue Mitglieder gewonnen.
Am vergangenen Wochenende gab es in Schwelm einiges zu feiern. In der Jesinghauser Straße versammelte sich die Nachbarschaft Oehde zu Grillwürstchen, Pommes, Musik und Schnurrad-Tombola, und in der Kirchstraße wurde zu Livemusik gefeiert. An zahlreichen Essens- und Getränkeständen wurde Energie in Form verschiedener kulinarischer Köstlichkeiten und Kaltgetränke nachgetankt.
Die Bürgerinitiative „Energievernunft Schwelm e.V.“ nutzte die Gelegenheit, um die Schwelmer Bürgerinnen und Bürger über den geplanten massiven Ausbau der Stromtrasse Hattingen–Linde (Bezirk Ronsdorf) zu informieren, die den gesamten Schwelmer Westen betrifft und deren Bau nicht nur den direkten Einflussbereich, sondern die gesamte Stadt Schwelm nachhaltig negativ verändern würde.
Jetzt gemeinnützig – Spendenquittungen möglich
Der Verein, der sich nach zwei Jahren Bürgerinitiative im März offiziell gegründet hat, ist nach Anerkennung seiner Gemeinnützigkeit nunmehr in der Lage, Spendenquittungen auszustellen. Dies ist zunehmend von Bedeutung, da der Verein, der sich bisher ausschließlich durch ehrenamtliches Engagement tragen konnte, mittlerweile durch die Zuhilfenahme externer Expertisen mit Kosten in nennenswertem Umfang konfrontiert ist. Zwar befinden sich in den Reihen der Bürgerinitiative einige Anwälte, Mediziner und Ingenieure; die spezielle Thematik erfordert jedoch zusätzliche energiewirtschaftliche Expertise.
Da die Mitgliedschaft kostenlos ist, sind Spenden die einzige Einnahmequelle des Vereins, der sich für eine verträglichere Lösung der Übertragungsaufgabe einsetzt. Anstatt der geplanten Freileitungstrasse mit bis zu 90 hohen Masten (höher als die Christuskirche) und bis zu achtfach höherer Stromtragfähigkeit, die durch potenziell gesundheitsschädliche Magnetfeld- und Lärmemissionen die Lebensqualität der betroffenen Nachbarschaften massiv beeinträchtigt, setzt sich der Verein für eine sogenannte (Teil-)Erdverkabelung bzw. eine Alternativtrasse ein.
In persönlichen Gesprächen wurde über das Projekt allgemein und über die Ziele des Vereins informiert, es wurden Flyer ausgegeben, und nicht wenige nutzten direkt vor Ort die Gelegenheit, dem Verein beizutreten.
Die Organisatoren sind sehr zufrieden und planen bereits weitere Aktionen, um die breite Öffentlichkeit über die Ausbaupläne und die Gegenbewegung zu informieren. Mitgliedsanträge und Spendenmöglichkeiten finden Sie hier auf der Website unter Mitglied werden und Spenden.


